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Entlassung aus der deutschen Staatsbürgerschaft

Es gibt einige wenige Fälle, in denen das Gesetz einen Verlust der Staatsbürgerschaft vorsieht: Entlassung auf Antrag, Verzicht, Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit auf Antrag, freiwilliger Eintritt in ausländische Streitkräfte ohne Genehmigung, Erklärung nach dem Optionsmodell in § 29 StAG und Adoption als Kind durch einen Ausländer.

Die Entlassung ist in den §§ 18 bis 24 StAG geregelt. Danach können Sie einen Antrag auf Entlassung stellen, wenn Sie bereits eine ausländische Staatsangehörigkeit beantragt haben und die zuständige Stelle Ihnen zugesichert hat, dass nach der Entlassung tatsächlich eine Einbürgerung erfolgen wird. Zu beachten ist, dass Sie durch die Entlassung nicht staatenlos werden dürfen.

Wer kann seine Entlassung beantragen? Personen, die unter der elterlichen Sorge oder der Vormundschaft stehen, benötigen für Ihre Entlassung die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. Die Entlassung kann nur durch den gesetzlichen Vertreter erfolgen.

Der Begriff der elterlichen Sorge definiert sich folgendermaßen: Die Eltern eines Kindes haben die Pflicht, für dieses zu sorgen. Die elterliche Sorge umfasst zum einen die Personen- und zum anderen die Vermögenssorge. Zur Personensorge gehören die Pflege, die Erziehung, die Beaufsichtigung, die Wohnsitz- oder Aufenthaltsbestimmung, die Bestimmung des Namens, die Veranlassung ärztlicher Maßnahmen und Impfungen des Kindes etc. Unter der Vermögenssorge versteht man die Verwaltung des Kindesvermögens. Die elterliche Sorge endet durch den Tod der Eltern, durch die Entziehung des Sorgerechts, durch eine Adoption und durch die Volljährigkeit des Kindes. Die Vormundschaft tritt an die Stelle der elterlichen Sorge, wenn eines der oben genannten Ereignisse eintritt. Im Fall der Volljährigkeit kann natürlich keine Vormundschaft mehr angeordnet werden. Zuständig ist das Vormundschaftsgericht am Wohnort des Kindes. Die Genehmigung ist allerdings nicht erforderlich, wenn der Elternteil, dem das Sorgerecht zusteht, für sich ebenfalls die Entlassung aus der Staatsbürgerschaft beantragt. Gesetzlich geregelt ist das in § 18 StAG.

Die Entlassung darf darüber hinaus nicht bei Beamten, Richtern, Soldaten der Bundeswehr oder anderen Personen, die in einem öffentlichrechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnis stehen, erteilt werden. Ist das Dienst- oder Amtsverhältnis jedoch beendet, steht einer Entlassung nichts entgegen. Ein Sonderfall gilt auch für Wehrpfl ichtige: Solange das Bundesministerium der Verteidigung nicht erklärt hat, dass keine Bedenken gegen die Entlassung bestehen, darf diese nicht erteilt werden.

Mehr Informationen in:

Christina Klein: Wie Sie die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen
ISBN 978-3-939397-15-1
Großformat, 20 Seiten, 12,40 Euro.
Ratgeber bestellenVerlag interna, Auguststr. 1, 53229 Bonn

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