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Argentinien - Land & Leute

Argentinien ist das siebtgrößte Land der Erde und fast achtmal so groß wie die BRD. Von den ca. 37 Mio. Einwohnern sind 95% europäischer Abstammung. Etwa ein Drittel - ca. 12 Mio. - leben im Ballungsgebiet von Buenos Aires, dem Handels- und Geschäftszentrum. Die Jahreszeiten sind genau umgekehrt zu den unseren: Während des hiesigen Winters ist es in Argentinien Sommer. Im Süden - ab Patagonien - herrscht arktische Kälte und es ist sehr windig, im feuchten Nordosten wuchert tropischer Urwald, im wüstenhaften Nordwesten ist es trocken. Dazwischen liegt die Pampa, flaches Grasland - die Korn- und Fleischkammer Argentiniens mit der Hauptstadt Buenos Aires. Hier haben wir es mit südeuropäischem Klima zu tun.

Ein Land der Kontraste:

Schneebedeckte Gipfel der Anden, weites Grasland und die Pampa - das und viel mehr ist Argentinien. Auch im wirtschaftlichen Bereich hat das Agrarland Argentinien Extreme erfahren müssen: Einst eines der reichsten Länder der Welt stürzte es in die tiefste Wirtschaftskrise aller Zeiten, doch seit 2003 geht es wieder aufwärts. Der Weg von der Militärdiktatur zur Demokratie war lang und voller Hindernisse, gekennzeichnet von Putschversuchen und Zugeständnissen an das Militär.

Die spanische Vergangenheit ist unverkennbar

Nicht nur im Lebensstil, auch in der Architektur ist die spanische Vergangenheit unverkennbar. Wer zum ersten Mal nach Buenos Aires kommt, fühlt sich hier fast wie zu Hause. Immigranten aus ganz Europa haben sich hier niedergelassen - vor allem aus Spanien und Italien, aber auch aus Deutschland, Polen, Russland, Frankreich, Großbritannien, Ungarn und der Schweiz sowie dem ehemaligen Jugoslawien. Doch auch aus Syrien, der Türkei, dem Libanon und dem pazifischen Raum zieht es die Menschen nach Buenos Aires. Indianer leben vor allem in Reservaten, überwiegend im Norden des Landes. Verlässt man die lebhafte Stadt, scheint man in eine andere Welt einzutauchen: Weite endlos scheinende Steppen, gigantische Gletscher, Gauchos mit ihren Herden, Pinguinkolonien und Buchten, in denen sich die Wale zur Freude von Einheimischen und Touristen tummeln.

Die Familie steht im Mittelpunkt

Die Familie ist der Lebensmittelpunkt der Argentinier. Sonntags sind die Parks übervölkert mit Familien, die hier picknicken. Kinder haben fast uneingeschränkte Freiheiten und werden wie kleine Erwachsene behandelt. Eigene Schwächen und Fehler erwähnt man am besten nicht. Wer mit lauter Stimme spricht, demonstriert Autorität. Sehen und gesehen werden - das spielt eine große Rolle.

Ponte las pilas

Wenn der Europäer ins Bett geht, fängt in den Städten erst das Nachtleben an. Dann heißt es "Ponte las pilas"! (Schieb die Batterien rein!) Wer sich vor Mitternacht in einer Bar sehen lässt, ist gesellschaftlich erledigt. Je später man auf einer Party oder in der Disco erscheint, desto besser ist dies für das Image. Es ist auch nicht ungewöhnlich, die Nacht um 2 Uhr beginnen zu lassen, durchzumachen und nach dem Frühstück zur Arbeit zu gehen. Dafür gibt es sogar einen speziellen Ausdruck - "trasnochador". Verständlich, dass am nächsten Tag die Siesta heilig ist.

Birgit Rupprecht-Stroell: "Stil und Etikette - Handbuch Argentinien"
ISBN 978-3-937887-90-6
8,00 Euro, 32 Seiten, DIN A4
Ratgeber bestellenVerlag interna, Auguststraße 1, 53229 Bonn

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